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30 Fragen gefunden
BGM-Glossar
Arbeitsgesetz (ArG)
Schweizerisches Bundesgesetz, das den Schutz der Arbeitnehmer regelt, insbesondere Arbeitszeiten, Pausen und Gesundheitsschutz.
Arbeitsverordnung (ArGV)
Verordnung zum Arbeitsgesetz, die detaillierte Vorschriften zu Arbeitssicherheit, Ergonomie und Gesundheitsschutz enthält.
Absentismus
Häufige oder langandauernde Abwesenheit vom Arbeitsplatz, oft krankheitsbedingt.
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
Systematischer Ansatz zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit der Mitarbeitenden durch gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen und Verhaltensweisen.
Betriebsarzt
Medizinische Fachperson, die Unternehmen in Fragen der Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung berät.
Burnout
Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung durch chronischen Stress am Arbeitsplatz.
Case Management
Koordinierte Betreuung von langzeiterkrankten oder verunfallten Mitarbeitenden zur Förderung der Wiedereingliederung.
EAP (Employee Assistance Program)
Vertrauliche Beratungsangebote für Mitarbeitende bei persönlichen oder beruflichen Problemen.
Ergonomie
Wissenschaft der Anpassung von Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Menschen, um Belastungen zu minimieren.
Fehlzeiten
Zeitspanne, in der Mitarbeitende nicht am Arbeitsplatz anwesend sind, meist krankheitsbedingt.
Fürsorgepflicht
Gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers (OR Art. 328), auf die Gesundheit und Persönlichkeit der Mitarbeitenden Rücksicht zu nehmen.
Gefährdungsbeurteilung
Systematische Analyse von Arbeitsplätzen zur Identifikation gesundheitlicher Risiken.
Gesundheitsförderung
Massnahmen zur Stärkung der Gesundheitsressourcen und Vermeidung von Krankheiten.
Gesundheitskreis
Moderiertes Format, bei dem Mitarbeitende gemeinsam gesundheitliche Belastungen analysieren und Lösungen entwickeln.
Gesundheitszirkel
Siehe Gesundheitskreis – regelmässiges Treffen zur Diskussion und Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
Homeoffice
Arbeitsmodell, bei dem Mitarbeitende von zu Hause aus arbeiten. Erfordert klare Regelungen zu Arbeitszeiten, Erreichbarkeit und Ergonomie.
IV (Invalidenversicherung)
Schweizerische Sozialversicherung zur Unterstützung bei Erwerbsunfähigkeit.
Krankentaggeld
Versicherungsleistung zur Lohnfortzahlung bei längerer Krankheit.
Krankheitsausfall
Abwesenheit vom Arbeitsplatz aufgrund von Krankheit.
Lohnfortzahlung
Verpflichtung des Arbeitgebers, bei Krankheit den Lohn weiterzuzahlen (nach OR oder Einzelvertrag geregelt).
Mobbing
Systematische Schikane oder Ausgrenzung am Arbeitsplatz über längeren Zeitraum.
Obligationenrecht (OR)
Schweizerisches Gesetz, das u.a. die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers regelt (Art. 328).
Präsentismus
Mitarbeitende erscheinen trotz Krankheit am Arbeitsplatz, was die Genesung verzögert und andere gefährdet.
Prävention
Vorbeugende Massnahmen zur Vermeidung von Krankheiten und Unfällen.
Psychische Belastung
Alle äusseren Einflüsse, die auf die Psyche wirken (z.B. Zeitdruck, Konflikte, emotionale Anforderungen).
Psychosoziale Risiken
Arbeitsbedingungen, die psychische Gesundheit gefährden können (z.B. Überlastung, mangelnde Wertschätzung).
Resilienz
Psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen und Stress.
Return to Work (RTW)
Strukturierter Prozess zur Wiedereingliederung nach längerer Krankheit oder Unfall.
Risikobewertung
Bewertung identifizierter Gefährdungen nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere.
Rückkehrgespräch
Gespräch nach Rückkehr aus längerer Krankheit zur Klärung von Anpassungsbedarf und Befinden.
SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft)
Schweizerische Behörde, zuständig für Arbeitnehmerschutz und Arbeitssicherheit.
Stressbewältigung
Strategien und Massnahmen zum Umgang mit beruflichem und privatem Stress.
Stufenplan
Dokumentation eines strukturierten Wiedereinstiegs nach Krankheit (z.B. schrittweise Erhöhung der Arbeitszeit).
SUVA (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt)
Grösste Unfallversicherung der Schweiz, bietet auch Präventionsberatung.
Teilzeitarbeit
Arbeitsmodell mit reduzierter Stundenzahl, kann bei Wiedereinstieg nach Krankheit sinnvoll sein.
UVG (Unfallversicherungsgesetz)
Schweizerisches Gesetz zur obligatorischen Unfallversicherung.
Verhaltensprävention
Massnahmen, die am individuellen Verhalten ansetzen (z.B. Stressbewältigung, Ernährung).
Verhältnisprävention
Massnahmen, die an den Arbeitsbedingungen ansetzen (z.B. Ergonomie, Arbeitsorganisation).
Vorsorgeuntersuchung
Medizinische Untersuchung zur Früherkennung gesundheitlicher Risiken (z.B. bei Arbeit mit Gefahrstoffen).
Weiterbildung
Schulungen und Kurse zur Kompetenzentwicklung. Auch für Führungskräfte im Bereich gesunde Führung wichtig.
Wiedereingliederung
Prozess der schrittweisen Rückkehr an den Arbeitsplatz nach Krankheit oder Unfall.
Work-Life-Balance
Ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben.
Arbeitsatmosphäre
Soziales Klima am Arbeitsplatz, beeinflusst durch Führung, Teamdynamik und Unternehmenskultur.
Arbeitsdichte
Mass für die Intensität der Arbeitsbelastung innerhalb einer bestimmten Zeit.
Arbeitszeitgestaltung
Flexible oder fixe Regelung von Arbeitszeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Belastung
Gesamtheit der äusseren Einflüsse auf den Menschen während der Arbeit (neutral, kann positiv oder negativ wirken).
Beanspruchung
Individuelle Reaktion auf Belastung – hängt von persönlichen Ressourcen und Bewältigungsstrategien ab.
Früherkennung
Systematisches Erkennen von Warnsignalen (z.B. sinkende Leistung, Rückzug) zur frühzeitigen Intervention.
Gesundheitsbericht
Dokumentation der Gesundheitssituation im Betrieb (z.B. Absenzenstatistik, Unfallzahlen) als Grundlage für Massnahmen.
Intervention
Gezielte Massnahme zur Behebung oder Reduktion gesundheitlicher Risiken.
50 Begriffe im Glossar
