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Absenzen & Wiedereinstieg

Krankheitsausfälle sind normal und unvermeidbar. Wie Sie als Arbeitgeber damit umgehen, bestimmt, ob Mitarbeitende schnell genesen und gesund zurückkommen oder ob sie chronisch arbeitsunfähig werden. Ein strukturierter und unterstützender Prozess ist zentral für nachhaltigen Erfolg.

Umgang mit Absenzen

Meldepflicht & Dokumentation

Klare Regeln sind wichtig: Mitarbeitende müssen Absenzen unverzüglich melden (z.B. am Morgen um 7 Uhr vor Arbeitsbeginn). Dokumentieren Sie alle Absenzen mit Datum, Dauer und (falls vorhanden) Diagnose. Dies hilft, Muster zu erkennen und bei Bedarf zu reagieren.

Ärztliches Attest

Nach 3 Tagen Abwesenheit (oder gemäss Ihrem Reglement) fordern Sie ein ärztliches Attest. Dies ist legal und normal. Es schützt auch den/die Mitarbeitende, da die Abwesenheit dokumentiert ist.

Kontakt halten

Halten Sie Kontakt mit abwesenden Mitarbeitenden – nicht zu überwachend, sondern unterstützend. Ein kurzes „Wie geht es dir?" zeigt Sorge und hält die Bindung. Dies erleichtert später den Wiedereinstieg.

Rückkehrgesamt-Prozess

Ein strukturierter Rückkehr-Prozess ist zentral:

1. Rückkehrer-Gespräch

Führen Sie ein Gespräch vor oder kurz nach der Rückkehr. Fragen Sie nach dem Befinden, den Genehmigungen und dem Supportbedarf. Hören Sie zu und nehmen Sie Bedenken ernst.

2. Gradueller Wiedereinstieg

Bei längeren Abwesenheiten: Reduzierte Stunden (z.B. 50%) für 1-2 Wochen, dann graduelle Steigerung. Dies hilft dem Körper und der Psyche, wieder Kraft zu sammeln.

3. Angepassste Aufgaben

Zumindest anfangs könnten die Aufgaben leichter sein oder in anderer Form. Nicht sofort die volle Belastung. Dies reduziert das Risiko von Rückfällen.

4. Regelmässige Check-ins

Tägliche oder wöchentliche Kurzgespräche in der ersten Phase, dann monatlich. Dies zeigt Unterstützung und hilft, Probleme früh zu erkennen.

Case Management bei Langzeitabsenzen

Bei Abwesenheiten über einige Wochen oder psychischen Belastungen sollte ein koordiniertes Case Management eingerichtet werden:

  • Ernennen Sie eine Kontaktperson im Unternehmen (z.B. HR-Leiter/in)
  • Koordinieren Sie mit Arzt, Versicherung und Therapeut (mit Zustimmung)
  • Erstellen Sie einen realistischen Rückkehr-Plan
  • Bieten Sie externe Unterstützung (Coaching, Therapie) an
Lange Absenzen verhindern

Prävention ist besser als Kuration. So minimieren Sie längere Ausfallzeiten:

  • Frühe Erkennung von Problemen durch regelmässige Gespräche
  • Schnelle Anpassung von Arbeitsbelastung bei Bedarf
  • Frühzeitiger Zugang zu therapeutischer Unterstützung
  • Schaffung einer offenen Kultur, in der Probleme früh angesprochen werden
  • Bearbeitung von Konflikten und Mobbing sofort
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